Würden Sie in einem Pakettransporter ins Krankenhaus fahren?
Wahrscheinlich nicht. Tatsache ist allerdings, dass die Wagen, in denen kranke Menschen transportiert werden und die Wagen der Lieferdienste fast baugleich sind. Nur ihr Innenleben unterscheidet sich. Krankenwagen sind laut, nicht gedämpft, nicht schallisoliert, nicht absenkbar und für empfindliche Menschen ein Risiko. Patienten müssen zum Beispiel wegen der hohen Fliehkräfte im Inneren des Wagens auf der Trage festgeschnallt werden. Bei inneren Verletzungen ist das fatal.
Hintergrund zur Vereinsgründung:
Neue Ideen werden oft aus einer Not geboren. Die Geschichte zur Idee des Human-Transport e.V. ist eine sehr persönliche. Meine Frau war schwer erkrankt und hätte dringend eine weitere Behandlung in Wien benötigt. Nur an der dortigen Klinik gab es Apparaturen und Speziallisten, die sie hätten retten können.
Doch sie konnte die Reise nicht antreten. Sie sei "nicht transportfähig" hieß es. Eine Fahrt im Rettungswagen oder mit dem Hubschrauber wäre zu gefährlich für sie gewesen.
So habe ich erfahren müssen, was es bedeutet, einen über alles geliebten Menschen zu verlieren. Und das mit dem entsetzlichen Gefühl, dass nicht alles getan werden konnte, um das Schlimmste abzuwenden.
Es kann nicht angehen, dass wir bald zum Mars fliegen wollen, aber nicht in der Lage sind, schwerkranke und schwerstverletzte Personen an den Ort zu bringen, an dem ihnen geholfen werden kann.
Um diesen Missstand zu beseitigen, haben wir den gemeinnützigen Verein Human-Transport e.V. gegründet. Helfen Sie uns mit Ihrer Stimme, anderen Menschen zu helfen.
Ihr Claus Ibsen